US-Gelddruckmaschine: Gut oder schlecht?

[22.03.2009]

Bill Gross von PIMCO hat auf Bloomberg eine interessante Rechnung vorgetragen. PIMCO ist eine der größten Kapitalanlagegesellschaften in Staatsanleihen und Unternehmensanleihen Anleihen und verwalten ca. 500 Milliarden US-Dollar.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der amerikanischen Volkswirtschaft beträgt 14,5 Billionen US-Dollar. Zum Vergleich: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2,8 Billionen US-Dollar, Japans BIP liegt bei 4,4 Billionen. Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Wert an allen Waren und Dienstleistungen an, die in einem Jahr in einer Volkswirtschaft hergestellt werden.

Bill Gross hat nun gesagt aufgrund von internen Simulationsrechnungen geht PIMCO davon aus, dass die die amerikanische Zentralbank 4 US-Dollar frisch drucken muss, damit das Bruttoinlandsprodukt um 1 US-Dollar steigt. Wie viel Geld muss man drucken um 1% Wirtschaftswachstum zu bekommen?

Die Fed hat am 18. März 2009 angekündigt ca. 1,15 Billion US-Dollar zusätzlich zu drucken, was das BIP um 288 Milliarden US-Dollar erhöhen würde gemäß der Rechnung von Bill Gross. 288 Milliarden US-Dollar sind ca. 2 Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes.

Da sich die USA seit Dezember 2007 in einer Rezession befinden und dieses Jahr ein negatives Wachstum von 2-3 Prozent prognostiziert wird, reichen die 1,15 Billionen noch nicht aus.

FAZIT: Bill Gross hat gesagt es müsse noch mehr Geld gedruckt werden… Nachdem der US-Kongress weiteren Konjunktur- und Rettungspaketen sehr skeptisch gegenüber steht, muss die Fed nun offensichtlich weiter ihre Bilanzsumme erhöhen.

Durch den Ankauf von US-Treasury Notes (Laufzeit 10 Jahre) in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar, finanziert die Fed nun zu einem beträchtlichen Teil das Konjunkturpaket in Höhe von 800 Milliarden US-Dollar mit. Ob diese linke Tasche/rechte Tasche Politik gut geht wird man sehen…